Holzgewerbe
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Holzhäuser

Januar 22nd 2012 in Allgemein

Holzhäuser

Wer heute ein Haus bauen möchte, hat die Wahl, ob er auf ein normales Gebäude in Massivbauweise setzt oder ob er ein Holzhaus kauft. Die Vorteile der Massivhausbauweise liegen auf der Hand, denn solche Objekte sind in der Regel wesentlich weniger anfällig für Schäden durch Stürme und anderer Unwetter. Trotzdem erfreuen sich Immobilien aus Holz einer recht großen Beliebtheit und gehören gerade in den letzten Jahren zur engeren Auswahl vieler potenzieller Bauherren. Aus diesem Grund sollen diese Häuser nun etwas genauer vorgestellt werden, um potenziellen Bauherren eine attraktive und günstige Alternative aufzeigen zu können.

 

 

holzhaus 300x194 Holzhäuser

 

 

 

 

 

 

Seit wann gibt es Holzblockhäuser?

Die Geschichte des Holzhausbaus geht weit zurück und wird allein in Deutschland auf die späte Bronzezeit zurückgeführt (1.100 – 750 vor Christus). Natürlich hat sich seit dieser Zeit in der Bauweise einiges verändert, denn heute werden die Einzelteile maschinell gefertigt und als Bausätze an der jeweiligen Baustelle schnell zusammengesetzt. Dieser Umstand sorgt dafür, dass man ein Holzhaus heute schon zu verhältnismäßig günstigen Konditionen erhalten kann. Da viele Arbeitsschritte computergesteuert ablaufen, kann man in vielen Fällen von passgenauen Lösungen ausgehen, die wenig Bauaufwand mit sich bringen und somit die Kosten minimieren.

In welchen Regionen sind solche Holzhäuser besonders verbreitet?

In Deutschland werden im Wohnungsbau lediglich 15% aller Objekte als Häuser aus Holz gebaut, was im Vergleich zu anderen Staaten eine eher geringe Quote darstellt. Von diesen Häusern wird knapp die Hälfte allein in Bayern und Baden-Württemberg benutzt, die man deshalb auch als traditionelle Holzbauregionen bezeichnet. Die zweite Hälfte verteilt sich über das Bundesgebiet, jedoch sind die Bauten dort deutlich unterrepräsentiert und besteht durchaus Nachholbedarf.

Welche Vorteile bringt diese Bauweise mit sich?

Wer sich für ein Haus in Massivholzbauweise interessiert, sollte sich vorher natürlich genau über die jeweiligen Vor- und Nachteile informieren. Ein großer Vorteil besteht darin, dass sich ein solcher Rohbau für ein Einfamilienhaus innerhalb weniger Tage erstellen lässt. Durch diese Verminderung der jeweiligen Bauzeit wird natürlich auch eine nicht unbedeutende Kostensenkung erreicht. Darüber hinaus kann ein solches Haus auch als äußerst umweltfreundlich bezeichnet werden, denn durch die langfristige Nutzung des Holzes fungiert dieses als effektiver CO2-Speicher. So werden laut Wikipedia.de von einem durchschnittlichen Einfamilien-Holzhaus mit einer Fläche von 160 Quadratmetern über die gesamte Lebensdauer hinweg ca. 74 Tonnen CO2 gespeichert. Dies entspricht der Menge, die 52 PKW durchschnittlich pro Jahr in die Atmosphäre ausstoßen würden. Ferner bringt das Material der Wände auch einen guten Ausgleich der Luftfeuchtigkeit mit sich, da das gesamte Konstrukt sehr diffusionsoffen gestaltet ist.

Welche Nachteile weisen Holzhäuser auf?

Die größten Nachteile der Holzbauweise liegen in einer geringeren Stabilität und der Anfälligkeit für Wasserschäden. Im ersten Fall geht man zunächst von einer hohen Empfindlichkeit bei Bränden aus, jedoch speichert Holz oftmals bis zu 15% Wasser, welches bei einem Brand erst verdampfen muss. In Bezug auf Unwetter oder Stürme kann es jedoch passieren, dass die Holzsubstanz leichter Schaden nimmt als ein Massivbau aus Stein. Da sich solche Unwetter in Deutschland jedoch nur verhältnismäßig selten ereignen, stellt dieser Punkt kaum ein größeres Problem dar. Ein schwerwiegenderer Nachteil besteht darin, dass gerade in Bereichen mit Nasszellen leicht Schäden an der Substanz entstehen können. Dies macht eine intensive Behandlung der Wände mit Holzschutzmitteln notwendig. Wer sich von diesen zusätzlichen Schutzmaßnahmen nicht abschrecken lässt, braucht sich jedoch keinerlei größere Sorgen um die dauerhafte Bausubstanz zu machen.

Wo liegen Holzhäuser preislich?

Die Kosten für Häuser aus Holz liegen im Normalfall deutlich unter denen eines Massivbaus aus Stein. So können entsprechende Bausätze bereits zu Preisen zwischen 60.000 und 120.000 Euro bei einer Grundfläche von knapp 100 Quadratmetern erworben werden. Die Kostenersparnis ergibt sich dabei vor allem aus der Tatsache, dass man für den Aufbau weniger Zeit benötigt und somit auch keine hohen Handwerkerrechnungen zu tragen hat. Trotzdem müssen natürlich noch weitere Ausgaben für die Elektrik, die Renovierung und auch die spätere Einrichtung mit eingerechnet werden. In Bezug auf den Notar und auch die Grunderwerbsteuer bringen Massivholzhäuser im Übrigen keinerlei Besonderheiten mit sich.       

Fazit

Wer sich dafür interessiert, eine Immobilie aus Massivholz zu erwerben, setzt auf eine ökologisch sinnvolle und sehr kostengünstige Lösung. Die Häuser fungieren als langfristiger CO2-Speicher und weisen mittlerweile auch eine recht hohe Haltbarkeit auf. In finanzieller Hinsicht kann man auf diese Weise einiges an Geld einsparen und sich somit auch bei einer geringeren finanziellen Ausstattung den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen. Da die Witterung in Deutschland nur selten starke Stürme mit sich bringt, muss man sich zudem auch keinerlei Sorgen um strukturelle Schäden bei Unwettern machen. Mittlerweile hat man es durch spezielle Bauweisen zudem geschafft, die Haltbarkeit eines Massivholzhauses auf 80-100 Jahre zu erweitern. Möchte man also einen innovativen und günstigen Ansatz wählen, kann ein Haus aus Holz durchaus eine interessante und lohnende Alternative darstellen.

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