Blockhäuser und günstige Holzhäuser
Holzhäuser für den Garten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Ob als Lagerschuppen, Partyhütte oder Sauna, der Fantasie sind mittlerweile keine Grenzen mehr gesetzt. Viele selbsternannte Heimwerker möchten sich ihre Hütte gerne selber bauen, aber oftmals fehlt es an Fachwissen. Um einmal einen groben Überblick über den Aufbau eines Holzhauses zu erhalten, erklären wir Ihnen hier die wichtigsten Schritte zu Ihrer persönlichen Traumhütte:
Erkundigen Sie sich erst einmal, ob es für den Bau einer Genehmigung bedarf, dies ist von zu Gemeinde zu Gemeinde verschieden.
Für die Haltbarkeit der Hütte ist es von Nöten, dass ein Fundament angelegt wird. Auf den vorhandenen Untergrund sollte zuerst eine Schicht Schotter angelegt werden, darüber empfiehlt es sich eine Schicht Splitter anzulegen, bevor der eigentliche Untergrund aus Verbundsteinpflaster oder Gehwegplatten platziert wird. Dies gewährleistete eine einwandfreie Stabilität für die Blockbohlen. Das Fundament muss exakt waagerecht verlaufen, sonst gibt es später Probleme beim Aufbau.
Bei einem Bausatz sollten Sie die gelieferten Teile vorsortieren, so kommt nichts durcheinander. Legen Sie die Fundamenthölzer in gleichem Abstand zueinander auf das Fundament. Vor eintretender Feuchtigkeit schützt eine Lage Dachpappe. Als nächstes stecken Sie die unteren Wandbohlen zusammen, wobei für Vorder- und Rückseite jeweils eine halbe Bohle reichen. Die Seitenwände bekommen ganze Bohlen. Arbeiten Sie hierbei mit einem Gummihammer und mit einem Schlagholz, damit das Holz nicht beschädigt wird. Die Seitenwandbohlen sollten einige Millimeter über den Fundamenthölzern stehen, damit eine Tropfkante für eintretende Nässe entsteht. Richten Sie die Konstruktion noch einmal waagerecht aus und befestigen Sie die erste Bohlenlage in den Eckverbindungen mit langen Schrauben auf den Fundamenthölzern. Immer wieder die Diagonale abmessen und die feststellen, ob sich alles im rechten Winkel befindet.
Halten Sie sich beim Aufbau der Bohlenlagen an die Baupläne und arbeiten Sie sich Stück für Stück weiter vor. Denken Sie unbedingt daran, rechtzeitig die Fenster einzusetzen. Die Tür wird mit dem Rahmen von oben in die vorgesehene Öffnung geschoben. Bei doppelflügligen Türen bitte erst den Rahmen fertigen. Bei einigen Hausmodellen wird eine Winkelabdeckleiste mitgeliefert. Verschrauben Sie diese unbedingt über dem Türrahmen und nicht in die Wandbohle. Bei Häusern mit 70mm-Maßen werden die Türen und Fenster auf einer Höhe von 1,20 m in die Öffnungen geschoben. Nach dem Einsetzen der Wandbohlen, werden die Giebelelemente aufgesetzt. Die Fristfette wird in die Aussparung des Giebels gelegt, bei großen Häusern zusätzlich noch die linken und rechten Sparren. Falls Ihre Hütte über eine Doppeltür verfügt, setzen Sie diese jetzt ein. Richten Sie nun die Tür aus und überprüfen Sie noch mal den waagerechten Stand des Hauses. Nach einem Zeitraum von 2 bis 3 Wochen hat sich das Holz dem Klima angepasst und die Tür kann eingesetzt werden.
Die Dachbretter dürfen nur auf einem exakt in Waage stehenden Haus montiert werden. Überprüfen Sie das mit einer Wasserwaage. Durch das Anbringe einer Querstrebe verhindern Sie, dass sich die instabile Konstruktion verschiebt oder zusammenfällt. Die Dachbretter mit dem Profil nach unten anbringen. Zuerst setzen Sie zwei Dachbretter an die Frontseite, die Nut zeigt nach außen. Anschließend die restlichen Dachbretter flächig und unbedingt parallel verlegen. Die Traufkanten sollten einen gleichen Überstand und die Firstpfette eine gleich bleibende Auflage haben. Kontrollieren Sie dieses mit einem Stück Schnur oder einem Traufenbrett. Nageln Sie die Dachbretter gut fest. Am Besten mit zwei Nägeln pro Brettseite. Achten Sie darauf, dass die Dachfläche nur bedingt begehbar ist. Befestigen Sie nun bündig zur Dachfläche die Traufkantenbretter mit der Oberkante. Danach decken Sie das Dach mit Dachpappe oder Dachschindeln ein. Denken Sie auch an die Tropfkante am seitlichen Traufenabschluss. Giebelbretter und Abdeckleiste auf die Dachfläche moniteren und mit Seitenwandbohle, Traufkantenbrett und First verschrauben. Bitte bohren Sie die Bretter vor.
Als Letztes wird der Fußboden verlegt. Beginnen Sie an der Vorderwand, die Nut in Richtung Tür. Den Boden gut vernageln. Da die Fußbodenbretter gerne Feuchtigkeit aufsaugen, beachten Sie einen ausreichenden Abstand der Bretter zueinander und imprägnieren Sie die Bretter vorher. Jeweils zwei Sturmleisten befestigen Sie an der Front- und an der Rückseite, mit einem Abstand von 1 cm unterhalb der Dachbretter und 2 cm von der Außenwand entfernt. Markieren Sie das obere Loch und bohren Sie mit einem Holz- oder Metallbohrer (6 mm oder 8 mm) durch die Giebelbohle. Verschrauben Sie die Leiste zuerst mit einer passenden Schloßssschraube und ziehen diese fest an. Bohren Sie zwei Löcher mittig des Langschlitzes und setzen sie die Schrauben ein. Die Schrauben nicht zu fest anziehen, da sich das Haus noch setzen muss
Bei Häusern mit 70-mm-Maße werden statt Sturmleisten Gewindestangen angebracht, die innen angebracht werden.
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