Holzgewerbe
Neuheiten aus dem Holz und Baugewerbe

Der Aufbau einer Holzterrasse

Oktober 12th 2011 in Allgemein

Holzterrassen verbreiten eine warme natürliche Atmosphäre, weshalb sich diese immer größerer Beliebtheit erfreuen. Holzterrassen können sowohl im privaten, als auch im gewerblichen Bereich genutzt werden. Sie können selbst gebaut oder von einem Experten montiert werden. Wobei zweiteres eher zu empfehlen wäre.

Das Holz

Da Holzterrassen witterungs- beständig sein müssen, eignen sich zum Holzterrassenbau robuste und widerstandsfähige Holzarten wie Ipe, Massaranduba, Douglasie oder Cumaru. Ebenso wie die heimischen Holzarten Lärche, Eiche und Zeder. Die am ehesten verwendete Holzsorte ist das asiatische Bangkirai. Dieses wäre im Gegensatz zu Ipe oder Cumaru wesentlich günstiger, hat aber auch eine niedrigere Qualität. Was mitunter daran liegt, dass es sich bei Bangkirai um keine einzelne Baumarkt, sondern um eine Holzartengruppe handelt. Dadurch variieren Farbe und Qualität. Außerdem ist Bangkirai anfällig für sogenannte Pinholes, Löcher, die von holzfressenden Insekten stammen. Das Holz, das für eine robuste und schicke Terrasse empfohlen wird, ist Ipe.

Die Terrasse

In erster Linie muss die Terrasse gründlich geplant werden, bevor das erste Material gekauft wird. Der Platz, der für den Aufbau dienen soll, muss vermessen werden. Da eine Holzterrasse unterschiedlich aussehen und mit unterschiedlichen Materialien gearbeitet werden kann, sollten darüber Informationen eingeholt werden. Ebenso gut kann ein Profi zu Rate gezogen werden, der die Kunden über die Anschaffung der passenden Terrasse berät.

Der Aufbau (auf Sandboden)

Da Holz sehr empfindlich auf Bodenfeuchtigkeit reagiert, müssen Holzterrassen so gebaut werden, dass die Holzteile keinen direkten Kontakt mit dem Erdboden haben. Dafür dient die sogenannte Unterkonstruktion (UK). Um das Durchwuchern von Unkraut zu vermeiden, wird zunächst eine Lage Vlies verlegt. Sicherlich ist es leichter, eine Holzterrasse auf schon vorhandenen Gehwegplatten zu bauen, da hier schon eine Art Grundstabilität vorhanden ist. Die Verwendung einer Lage Vlies ist hierbei nicht mehr nötig. Sollte jedoch auf Erdreich gebaut werden, wird zunächst eine Schotterschicht angelegt, auf die dann eine Schicht Verlegesand folgt. Unbedingt sollte vorher die Richtige Höhe der Terrasse berechnet werden, damit diese sich optimal der Höhe der Terrassentür anpasst. Für die nötige Stabilität über der Sandschicht sorgen dann einige Gehwegplatten (gerne auch alte), auf die dann die Konstruktionshölzer aufgebaut werden. Die Gehwegplatten sollten hierbei nicht weiter als 60 cm voneinander entfernt sein. Üblicherweise werden die Hölzer parallel zur Hausfront platziert. Der Einsatz einer Wasserwaage gewährleistet, dass diese gerade liegen. Jetzt sollte noch einmal der Abstand zur Terrassentür erneut gemessen werden, um sicherzugehen, dass der Abstand zur Terrassentür noch stimmt. Eventuelle Unstimmigkeiten lassen sich mit einem Gummihammer leicht korrigieren. Nun werden die Terrassendielen auf die UK gelegt und nach Bestimmung der Bohrlöcher mit einem Senkkopfbohrer vorgebohrt. Für jede Auflagefläche werden zwei Schrauben gezählt. Dies sollte auch bei selbstschneidenden Schrauben geschehen. Hierzu das Loch einfach kleiner bohren, als die eigentliche Schraube. Diese sollten aus Edelstahl sein, da das Zink der normalen Schrauben durch die Witterung angegriffen wird und schwarz-braune Flecken im Holz erzeugt. Die Vorbohrung sollte logischerweise nur durch die Dielen erfolgen!

Bei der Verlegung der Belagshölzer sollte ein Mindestabstand von 4-8 mm eingehalten werden, dass mit Hilfe von passenden Holzplättchen geschieht. Anschließend werden die Dielen mit der UK verschraubt. Eine Gurtbandzwinge gewährleistet, dass diese Dielen fixiert werden und so nicht wegrutschen können. Überstehende Bretter sollten mit einer Handkreissäge oder einer Stichsäge nachgeschnitten werden.

Sollte geriffeltes Holz bearbeitet werden, muss ein Gefälle eingeplant werden, damit das Regenwasser ablaufen kann. Passiert das nicht, bleibt das Wasser in den Rillen stehen, es wird rutschig und es können Algen entstehen. Besonders im Winter wären die Dielen dann gefährlich glatt.

Die Randgestaltung der Holzterrasse kann je nach Geschmack variiert werden, zum Beispiel durch Steinelemente oder Betonpalisaden. Auch Tiefbordsteine eignen sich hervorragend. Falls die Terrasse bodennah gebaut wurde, reichen auch große Kieselsteine, die am Rand lose verteilt werden. Zusätzlich können auch Löcher für dekorative Zwecke, wie Blumentöpfe oder –kästen, Leuchtelemente oder eine Öffnung für den Ablauf der Regenrinne gesägt werden.

Der Aufbau (auf Moorboden)

Da es sich hierbei um einen weichen Untergrund handelt (im Gegensatz zu Sand, der weitaus stabiler ist), muss die Unterkonstruktion durch vorher verlegte Hartholzpfosten stabilisiert werden. Als weichen Untergrund bezeichnet man zum Beispiel Moorböden, Böden aus Schwarzerde oder Lehm. Die Pfosten werden üblicherweise in einem Abstand von 120 cm gesetzt. Mit Hilfe von einem Handerdbohrer, einem motorisiertem Erdlochbohrer oder einer Druckluftramme werden diese ins Erdreich gesetzt. Die Tiefe sollte hierbei 50 bis 80 cm betragen. Bei Moorböden oder entlang eines Ufers, müssen die Pfosten meist noch ein wenig tiefer gesetzt werden. Sind die Pfosten positioniert wird die UK anschließend dort, mit Hilfe von Befestigungsbolzen festgeschraubt. Liegt die Terrasse in Wassernähe oder an einer Böschung, empfiehlt sich zusätzlich, eine Querlattung anzulegen.

Der Aufbau (auf Flachdach)

Da eine Holzterrasse gewichtsmäßig leichter ist als Betonplatten, lassen sich heutzutage auch Flachdächer aufmöbeln und nutzbar machen.

Zunächst wird die Fläche wie gewohnt ausgemessen. Um die wasserführende Schicht (Schweißbahn) nicht zu beschädigen, empfiehlt es sich, eine ca. 1 cm dicke Bautenschutzmatte zur Gewichtsverlagerung unter die Holzkonstruktion zu verlegen. Das Verwenden von Abschlussleisten wird dann notwendig, wenn sich auf der zu bebauenden Fläche kein Rand befindet. Die UK wird wie oben beschrieben angefertigt, nur mit dem Unterschied, dass statt Gehwegplatten Backsteine oder spezielle PVC-Klötze als Stütze herhalten. Die PVC-Klötze verhindern bei geringer Höhe eine Beschädigung der Schutzmatte. Der Abstand zu den einzelnen Klötzen sollte 60 cm betragen, um damit weiterhin den Wasserlauf unterhalb der Holzkonstruktion zu gewährleisten.

Die Holzdielen dann wie im oberen Text angeführt verlegen.

Die Pflege der Holzterrasse

Durch die Witterung wird die Holzterrasse kann die Holzterrasse nach einiger Zeit rau und rissig werden. Auch Grauschleier, Algen und Moos setzen sich häufig ab. Das Aufquellen durch Regenwasser wäscht zusätzlich die Oberfläche aus.

Mit einem speziellen Terrassenreiniger wird die Farbe des Holzes wieder zu Geltung gebracht. Maschinelle Reinigung ist gegenüber der manuellen Reinigung auch gründlicher. Die Vergrauung wird auf schonende Art entfernt.

Eignet sich hervorragend zur Vorbereitung auf eine pflegende Ölbehandlung. Das Einölen von Holzterrassen sollte einmal im Jahr (möglichst im Frühjahr) erfolgen. Durch das Öl wird sich das Holz zwar um einige Farbnuancen verdunkeln, dafür ist das Holz aber gut gegen Witterungsbestände geschützt.

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One comment to...
“Der Aufbau einer Holzterrasse”
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Thorsten

Muss die Unterkonstoktion mit den gehwegplatten verschraubt werden? Oder liegen die Hölzer der Unterkonstruktion nur lose auf?

Hallo Herr Oster,
recht herzlichen Dank für Ihre Frage. Entschuldigen Sie bitte, dass wir erst jetzt antworten, aber aufgrund technischer Schwierigkeiten war es uns bislang leider nicht möglich.
Um Ihre Frage zu beantworten:
Die Unterkonstruktion wird nicht mit den Gehwegplatten verschraubt, sondern liegt oben lose drauf.
Mit freundlichen Grüßen
Firma Holz-Terrassen.de


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Ipe

Verbreitung: Nördliches bis mittleres Südamerika; andere Arten der “lapacho” Gruppe auch in Mittelamerika.

Die Farbe variiert von hellbraun bis hell gelblich-grün, später zu braun bis oliv nachdunkelnd; das Splintholz ist meist schmal und gelblich-grau und setzt sich vom Kernholz scharf ab.

Die Oberfläche ist sehr dicht und mit auffälligen, schwefelgelben Inhalten in den Poren.

Das Holz schwindet nur [...]

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