Der Gartenstuhl
Wer genau den ersten Stuhl erfand, kann heute nicht mehr nachgewiesen werden. Fest steht, dass Sitzgelegenheiten bereits im Mittelalter existiert haben. War es zumeist ein einfacher Holzschemel, auf dem sich ein Großteil der damaligen Gesellschaft niederließ, thronte die feine Gesellschaft auf eigens gefertigten Lehnstühlen, die zusätzlich mit Kissen ausstaffiert wurden. Im 18. Jahrhundert hielt erstmals der Leibstuhl in den Wohnstuben Einzug, ein normaler Stuhl, ausgestattet mit einem Durchlass auf der Sitzfläche, worunter sich ein Nachttopf befand.
Die Idee, Stühle und Tische zusammenzustellen, entstand im 17. Jahrhundert. Immer beliebter wurden gesellige Runden, die im Inneren des Hauses abgehalten wurden. Zum reinen Vergnügen im Garten zu sitzen wurde erst später populär.
In den 50ern begann eine große Reisewelle, in der überwiegend in Italien Urlaub gemacht wurde. Vielen Deutschen wurde das lockere und fröhliche Leben der Südländer schmackhaft gemacht und man begann einen Teil seiner Freizeit im heimischen Garten zu verbringen. Gartenmöbel wurden immer beliebter, auch auf Balkone wurden die passenden Sitzgelegenheiten aufgestellt.
Ebenfalls in den 50ern, mehr noch in den 60er und 70er Jahren, begann der Siegeszug einer bis dato neuartigen Gartenbank: die Hollywood-Schaukel. Eine überdachte Gartenbank, die durch Ihre Konstruktion in leichte Schwingbewegungen versetzt werden kann. Den Namen erhielt sie, weil sie durch den Auftritt in verschiedenen Hollywoodfilmen auch in Europa bekannt wurde und man aus Marketinggründen den Namen letztendlich beibehielt. In den USA wiederum kennt man den Begriff Hollywood-Schaukel nicht. Dort wird sie unter dem Namen „Porch Swing“ vertrieben. Die klassische Hollywood-Schaukel hatte grelle und bunte Sitzpolster, ähnlich den Mustern auf Hawaii-Hemden, was das Urlaubsgefühl aus dem Süden auch nach Hause bringen sollte. Heute ist die Begeisterung größtenteils zurückgegangen, nur noch in vereinzelten Gärten sieht man hin und wieder eine dieser Hollywood-Schaukeln. Dennoch kann man Sie bis heute käuflich erwerben.
Die Nachfolge der Hollywood-Schaukeln haben Liegestühle und Strandkorb angetreten. Den Strandkorb gibt es schon mehr als 125 Jahre und wurde vom Rostocker Hof-Korbmachermeister Wilhelm Bartelmann erfunden. Er erfand ihn für eine rheumakranke Frau, die eine Sitzgelegenheit für den Strand wünschte. Erstmals kam er 1883 zum Einsatz, der Klappmechanismus kam 1897 dazu. Die heutigen Strandkörbe sind wasserdicht und können durch seitlich befestigte Handgriffe einfach verrückt werden. Der obere Teil kann beliebig nach vorne oder hinten geklappt werden, sogar zur Liege kann dieser umfunktioniert werden. Zusätzlich verfügt er heutzutage über eine Schattenmarkise, Armlehnen, Fußbänke und Klapptische. Das Geflecht besteht aus Naturrohr, Rattan oder Kunststoff. Man unterscheidet zwei Arten von Strandkorb: den Nordsee-Strandkorb, mit gerader und eckiger Form und den Ostsee-Strandkorb, der eine abgerundete und geschwungene Form hat. Um das Ausbleichen der Innenausstattung durch die Witterung zu verhindern wird empfohlen, eine Schutzhaube über den Strandkorb zu ziehen. Im Winter sollte dieser in einem geschützten Raum gelagert werden.
Der Liegestuhl ist ursprünglich als Deckstuhl für Kreuzfahrtschiffe verwendet worden. Ein leichter Holz- oder Kunststoffrahmen, zwischen dem ein großes Stück Stoff befestigt ist. Die einfache Ausführung besteht meist aus Kunststoff oder behandeltem Holz und kann einfach zusammengeklappt werden. Es gibt aber auch andere Arten von Liegestühlen. Der Komfort auf größeren Liegestühlen kann sowohl sitzend, als auch liegend genossen werden (was beim klassischen Liegestuhl nicht möglich war). Wahlweise verfügen diese über Armlehnen, verstellbarer Rückenlehne, Fußstütze, ausklappbarer Ablage und sogar über Räder verfügen. Ein Streitpunkt, den die Liegestühle mit sich brachten, ist die Tradition, sich frühmorgens die besten Plätze am Hotelpool zu reservieren, indem ein Badelaken darüber gebreitet wird. Viele Hotelbetreiber sind darüber verärgert, da dadurch die Anzahl der Sitz- bzw. Liegeplätze oftmals nicht ausreicht und nicht selten diese Art von Reservierung zu heftigen Auseinandersetzungen unter den Hotelgästen führt.
Für kleine Stellflächen oder auch für Terrassen, gibt es auch leichtere Gartenmöbel aus Kunststoff oder aus Aluminium angeboten. Auch für Holz-Fans wird leichteres Mobiliar, teilweise auch zum Zusammenklappen angeboten. Eine schicke alternative zum Holz wären Gartenmöbel aus Rattan oder Weide. Auf großen Terrassen oder Gärten wirken auch so genannte Sitzmuscheln richtig gut. Aus Rattan oder Weide gefertigt und mit passender Polsterung versehen, bekommt jeder Garten eine klassische Eleganz. Aber auch für die Kleinen und auch für Hunde und Katzen gibt es mittlerweile eine breite Auswahl an Gartenmöbeln. Informieren Sie sich einfach im Ihrem Fachgeschäft oder im Internet. Unter www.holzterrasse-holzfliesen.de finden sie Gartenmöbel und zubehör !
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