Holzarten
Ipe
Verbreitung: Nördliches bis mittleres Südamerika; andere Arten der “lapacho” Gruppe auch in Mittelamerika.
Die Farbe variiert von hellbraun bis hell gelblich-grün, später zu braun bis oliv nachdunkelnd; das Splintholz ist meist schmal und gelblich-grau und setzt sich vom Kernholz scharf ab.
Die Oberfläche ist sehr dicht und mit auffälligen, schwefelgelben Inhalten in den Poren.
Das Holz schwindet nur mäßig und hat ein gutes Stehvermögen. Besonders träge in der Feuchtaufnahme und –abgabe. Das Holz trocknet sehr langsam und trotz der hohen Rohdichte ohne besondere Schwierigkeiten, bei geringer Neigung zu Verformung und Rissbildung.
Wird vor der Verarbeitung frisch zugeschnitten, was zum Vorteil hat, dass Abdrücke durch andere Hölzer, wie es häufig bei Lagerhölzern der Fall ist, nicht entstehen.
Rohdichte: lufttrocken (12-15% u) [g/cm³]: 0,95 – 1,10 – 1,15
Verbreitung: Süd- und Südostasien, Ostasien: Indien, Indochina, Philippinen bis Java.
Bangkiraiholz benötigt Edelstahlschrauben, denn das Zink von normalen Schrauben wird angegriffen und erzeugt braun-schwarze Flecken.
Die Farbe des Kernholzes erscheint im frischen Zustand gelblich braun bis grünlich, oft olivbraun nachdunkelnd. Der Kern ist nicht immer deutlich abgesetzt vom helleren Splint. Die Farbe und die Qualität variiert jedoch stark, da es sich um keine einzelne Baumsorte, sondern um eine Holzartengruppe handelt. Das Holz schwimmt in der Regel nicht.
Das Holz ist schwer und sehr gut wetterbeständig. Es trocknet langsam, aber neigt dabei zu Oberflächenrissen. Ebenso neigt das Holz dazu, sich zu verdrehen oder zu verziehen. Bangkirai ist holzwurmanfällig, es entstehen Löcher, sogenannte Pinholes.
Das Holz ist nur selten mit FSC-Zertifikat erhältlich. Es ist nicht auszuschließen, dass die Herkunft aus dem Raubbau stammt.
Rohdichte: lufttrocken (12-15% u) [g/cm³]: 0,65 – 0,94 – 1,16
Massaranduba
Verbreitung: Nördliches bis mittleres Südamerika (Guyanas, Brasilien).
Farblich befindet sich das Kernholz im frischen Zustand fleischrot, später dunkelbraun; Das Splintholz ist meist schmal und rötlich-grau und setzt sich vom Kernholz ab.
Massaranduba ist stark schwindend, d. h. das Holz kann sich um einige Zentimeter zusammenziehen. Ist besonders träge in der Feuchtaufnahme und -abgabe. Das Holz trocknet langsam mit Neigung zum Verwerfen und zu starker Rissbildung.
Dank der sehr guten Resistenz gegen holzverfärbende und holzzerstörende Pilze und Insekten kann das unbehandelte Holz langfristig im Außenbau eingesetzt werden.
Rohdichte: lufttrocken (12-15% u) [g/cm³]: 0,90 – 1,04 – 1,11
Cumaru
Verbreitung: Nördliches Südamerika (Venezuela, Guyanas, Surinam, Brasilien-Amazonasbecken)
Cumaru hat ein frisches Kernholz und geht über gelblich-, rot- bis violettbraun, später gelbiich braun bis olivbraun nachdunkelnd, häufiger mit Farbstreifen, die meist deutlich abgesetzt vom meist schmalen, weißlich gelben bis hellbraunen Splintholz liegen.
Das Holz ist mäßig schwindend, ist träge in der Feuchtaufnahme und –abgabe. Um Verformungen und Rissbildungen (End- und Oberflächenrisse) zu reduzieren, sollte das Holz langsam getrocknet werden.
Rohdichte: lufttrocken (12-15% u) [g/cm³]: 1,00 – 1,10 – 1,20
Garapa
Verbreitung: Tropisches Südamerika, südlich bis Süd-Brasilien, Paraguay und Nord-Argentinien.
Garapa hat ein frisches Kernholz. Farblich von honiggelb und später zu gelblich braun oder goldbraun nachdunkelnd. Ist nicht immer deutlich abgesetzt vom cremefarbenen Splintholz. Neigt dazu, schnell zu vergrauen, wenn das Holz nicht bereits mit einem Grauschleier angeliefert wurde.
Das Holz hat mittlere Quell- und Schwindwerte und ist träge in der Feuchtaufnahme und -abgabe. Es trocknet langsam und bei vorsichtiger Trocknung besteht ein geringeres Risiko von Verformung und Rissbildung. Eisenmetalle verursachen in Verbindung mit Feuchtigkeit eine graublaue Verfärbung des Holzes, eine sogenannte Eisen-Gerbstoff Reaktion. Unempfindliche Verbindungsmittel und Beschläge wären erforderlich.
Rohdichte: lufttrocken (12-15% u) [g/cm³]: 0,79 – 1,01
Bambus
Verbreitung: Japan, Chile, Argentinien
Bambusdielen auf Balkonen und Terrassen werden immer beliebter. Das Holz hat eine edle Optik und ist ziemlich robust.
Die Herstellung von Bambusdielen ist ökologisch einwandfrei, da es sich dabei um einen schnell nachwachsenden Rohstoff handelt und dadurch keine Tropenhölzer gerodet wer
Bambusdielen sind im Unterschied zu Holzdielen extrem stabil, es findet kein Verdrehen statt. Im Gegensatz zu Tropenholzdielen, werden bei Bambusdielen auch keine rötlichen Inhaltsstoffe durch die Bewitterung ausgewaschen. Das erspart ein Nachstreichen der Hauswand.
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