Parkettboden
Parkettboden ist ein beliebter Bodenbelag in Innenräumen. Parkett gibt es in verschiedenen Holzarten, z. B. warme Holztöne wie Buche, Eiche, Lärche, Teak, Olive, Nussbaum, Merbau, Kiefer, Douglasie, Kastanie, Kokospalme, Mahagoni und Kirsche, helle Töne wie Ahorn, Esche, Congona und Birke oder dunkle Farben wie Cumaru, Lapacho, Morado und Wenge. Im Gegensatz zu Massivholzdielen, besteht Parkettboden aus mehreren Schichten. Nachdem der Parkettkleber und die Grundierung aufgetragen wurden, wird die eigentliche Fußbodendiele verlegt. Parkett kann auch schwimmend verlegt werden, d. h. statt Parkettkleber werden PE-Folie (0,2 mm, dient als Dampfbremse) und Schaumfolie unter der Diele verlegt.
Bevor man sich aber dem Aufbau des Bodens widmet, sind noch einige Hinweise zu beachten. Sobald die Dielen gekauft wurden, sollten diese zunächst ungeöffnet bei ca. 15°-20° Raumtemperatur dort gelagert werden, in dem diese nachher verlegt werden sollen. Im Winter verlängert es sich auf 4 oder 5 Tage. Auf jeden Fall sollten die Dielen in der Raummitte gelagert werden und nicht vor feuchten oder frisch tapezierten Wänden. Bei einem Neubau sollten allerdings schon die Fenster, die Außentür und der Heizkörper installiert sein. Bevor die Dielen verlegt werden, sollten diese auf etwaige Fehler oder Schäden untersucht werden, da verlegte Dielen nicht reklamiert werden können. Am besten lassen sich diese bei Tageslicht untersuchen. Zusätzlich sollte eine Feuchtigkeitsmessung des Fußbodens durchgeführt werden
(CM-Messung).
Empfohlen wird es, die Parkettdielen in Längsrichtung zum Lichteinfall zu verlegen oder je nach Raumgröße und –beschaffenheit passend zu den Proportionen. Schmale Räume wirken durch eine Querverlegung z. B. optisch größer. Grundsätzlich können die Dielen auf vorhandenen Bodenbelägen verlegt werden, aus hygienischen Gründen, wird jedoch empfohlen, alte Untergründe, wie z. B. Teppich zu entfernen. Sollte dennoch auf Teppich verlegt werden, muss eine Trennschicht (mit Folie) ausgebreitet werden. Ein Mindestabstand zur Wand sollte immer eingehalten werden, damit sich das Holz bei Temperaturschwankungen ungehindert ausdehnen kann. Kleine Holzkeile zwischen Diele und Wand halten den Abstand und sorgen dafür, dass nichts verrutscht. Da es immer vorkommt, dass die Dielen nicht passgenau auf den Boden passen, werden diese passend zurechtgeschnitten. Beim Sägen sollte immer die Unterseite der Diele nach oben gekehrt sein, um unschöne Ausfransungen auf der Oberseite zu vermeiden. Mit den Reststücken immer die nächste Reihe anfangen. Beachten sollte man, dass die Dielen auf jeden Fall gerade verlegt werden. Bei schiefen Wänden wird das Parkett dementsprechend zurechtgesägt. Bei bestimmten Farb- oder Strukturwünschen, sollten die Dielen zuvor zurechtgelegt werden. Die Verlegung sollte man in der linken Raumecke beginnen, die Federseite sollte dabei zur Wand zeigen. Die nächste Diele wird danach mit der Stirnseite in die Federseite der ersten Diele eingedreht. So wird die gesamte Raumbreite ausgelegt. Ein Holzkeil sollte an den Anfang und ans Ende jeder verlegten Diele gelegt werden. Bei der Verlegung der zweiten Reihe helfen so genannte Verlegekeile. Nachdem der Überschuss der ersten Reihe für den Anfang der zweiten genutzt wurde, wird diese mit diesen Keilen unterlegt und die nächste, ganze Diele (ebenfalls mit Keilen unterlegt) mit der Kopfseite mit der ersten Diele zusammengesetzt. Wieder die ganze Raumbreite so verlegen. Die Dielen an die vorherige Reihe andrücken und die Verlegekeile entfernen. Die Dielen zurechtrücken, eventuell mit Hilfe eines speziellen Schlagklotzes. So wird der gesamte Raum mit Dielen ausgestattet. Die letzte Dielenreihe so zurechtschneiden, dass der Wandabstand darin berücksichtigt wird. Bei einer Verleimung des Parketts, muss darauf geachtet werden, ob insbesonders die Kopffugen dicht und geschlossen sind. Überschüssigen Leim mit einem feuchten Tuch entfernen. Den Leim mindestens 12 Stunden trocknen lassen, bevor der Boden betreten werden kann. Anschließend die Holzkeile an den Wänden entfernen.
So genanntes Klick-Laminat benötigt keine zusätzliche Verleimung und kann gleich nach der Verlegung betreten werden. Dadurch können die Sockelleisten sofort angebracht werden. Die Abgrenzung zwischen zwei Räumen wird mit einem Übergangsprofil abgedeckt. Dieses auch bei Türbereichen, Durchgängen und verwinkelten Räumen beachten.
Ist der nächste Raum niedriger und eventuell mit einem anderen Bodenbelag versehen, so wird hier mit einem Anpassungsprofil gearbeitet, bei Erhöhungen mit einem Abschlussprofil.
Um den Boden zu schützen, wird im Eingangsbereich die Verlegung eines Teppichs oder einer Fußmatte empfohlen. Möbelstücke sollten mit Filzgleitern ausgestattet werden, um die Dielen nicht zu zerkratzen. Parkett darf nie nass gewischt werden, besser mit einem angefeuchteten Mob. Der Boden sollte regelmäßig mit speziellen Pflegemitteln behandelt werden.
Incoming search terms:
- laminat in schiefen räumen verlegen
- parkettboden
- parkett verlegen schiefe wände
- parkett verlegen krumme wand
- parkett verlegen bei schräger wand
- parkett schräge Wand
- parkett gewerbe hart holz
- laminat verlegen anfang schräge wand
- laminat legen schiefer raum
- welches gewerbe verlegt fussboden