Urlaub im Fachwerkstädtchen
Zuhause ist’s am schönsten: Auf versierte Globetrotter wie die Bundesbürger scheint dieser alte Spruch nicht recht zu passen. Bei näherem Hinsehen entpuppt sich allerdings Deutschland als liebstes Reiseziel der Deutschen. Dass es ihnen dabei laut aktueller BAT-Tourismusanalyse besonders der Südwesten der Republik angetan hat, ist kein Wunder. In Baden-Württemberg mit seinen zahlreichen Regionen und Landschaften gibt es so viel zu erleben, dass (fast) alle Ferienwünsche erfüllbar sind und man selbst nach zig Besuchen noch Neues entdecken kann.
Urlaubsvielfalt von Natur bis Kultur
Was das drittgrößte Bundesland so anziehend macht, ist seine Vielfalt. Das beginnt schon mit der Geografie – und man muss nicht einmal das gesamte Areal von der Oberrheinischen Tiefebene bis zur Ostalb, von Bodensee und Donau bis zu Main und Tauber durchmessen, um in landschaftlichen Gegensätzen zu schwelgen. Die gibt es auch im Herzen Württembergs, zu dem so unterschiedliche Gebiete gehören wie die Schwäbische Alb mit ihren Wacholderheiden, die wald- und seenreichen Ausläufer der Ostalb und die sonnigen Weinlandschaften zwischen Kraichgau, Neckartal und Hohenlohe. Wie abwechslungsreich einzelne Gegenden in sich sein können, zeigen gerade die Weinregionen mit ihrem Wechsel von Rebhügeln, Streuobstwiesen und altem Bauernland, malerischen Flussläufen, weiten Tälern und bewaldeten Bergen.
Die vielen Naturschönheiten des Ländle lassen sich auf Schusters Rappen oder zwei Rädern am intensivsten erfahren, aber auch auf ambitionierte Biker und Wasserfreunde wartet jede Menge Ferienspaß. Sogar die guten Württemberger Tröpfle kann man aktiv erleben, etwa bei geführten Weinberg- und Themenwanderungen. Ebenso spannend sind die Zeitreisen, zu denen die geschichtsträchtigen und an Sehenswürdigkeiten reichen Kulturlandschaften einladen. Mit Kultur satt plus einem attraktiven Veranstaltungsprogramm punkten vor allem Metropolen wie die Landeshauptstadt Stuttgart, nur: Wo bleiben bei Städtereisen all die anderen verlockenden Urlaubsmöglichkeiten?
Geheimtipp schöne Städtchen
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Wer statt einer großen City ein schönes Städtchen als Ziel wählt, bekommt sie sozusagen gratis dazu. Historische Kleinode wie das über 1.200-jährige Ellwangen, die Schillerstadt Marbach, das mittelalterliche Schwäbisch Hall oder das Fachwerkstädtchen Besigheim gelten auch deshalb als Geheimtipp, weil sie zusätzlich zum Bilderbuchambiente runden Urlaubsgenuss bieten. Ob man ein buntes Kulturangebot, schwäbische Lebensart, heimische Weine und Spezialitäten genießen möchte, beim Bummel durch verwinkelte Gassen auf kurzen Wegen viele Architektur- und Kunstschätze entdecken oder einfach nur entspannen will: Alles geht – einschließlich bewegter Freizeitvergnügen. Da das Umland so sehenswert ist wie die liebenswerten Städtle selbst, sind sie ein idealer Ausgangspunkt für Wander- und Radtouren – und mehr. An den Gewässern des in die Ausläufer der Ostalb eingebetteten Ellwanger Seenlands winkt im Sommer Bade- und Wasserspaß mitten in der Natur, während sich in Marbach und dem Bottwartal Literatur-, Wein- und Wandergenuss verbinden. Theater, Kunst und wanderbare Landschaften machen Schwäbisch Hall zum Erlebnis, und direkt bei dem für sein mittelalterliches Ortsbild bekannten Fachwerkstädtchen Besigheim erstreckt sich das Naturschutzgebiet “Felsengärten”. Am südlichen Abschnitt der deutschen Fachwerkstraße warten übrigens drei weitere Perlen: Vaihingen, Eppingen und Bietigheim-Bissingen. Schon deswegen wäre ein Städtchen-Hopping im Ländle keine schlechte Reiseidee.
djd-Text: K35471
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